SAVE THE DATE: vom 7. bis 10. September 2017 findet die zweite WuppiKon statt

WuppiKon 2017: „Die Welt rutscht nach rechts? – Rücken wir sie wieder gerade!“

Trump, AfD, Neue Rechte, Proteste gegen Geflüchtete, … – rechtspopulistische und rechtsradikale Strömungen wie Parteien sind in Europa und den USA im Aufwind. Aus diesem Anlass lädt die BUNDjugend Rheinland-Pfalz vom 7.-10. September 2017 unter dem Themenschwerpunkt „Die Welt rutscht nach rechts? -Rücken wir sie wieder gerade!“ zur zweiten WuppiKon ein. Zwei Wochen vor der Bundestagswahl und fast ein Jahr nach dem Wahlsieg Donald Trumps wollen wir gemeinsam folgende Fragen diskutieren, durchdenken und durchfühlen:

Was macht rechte, autoritäre Bewegungen gerade heute so attraktiv? Weltweite Fluchtbewegungen, humanitäre Katastrophen, Kriege und Umweltzerstörung bringen Fragen ans Licht, vor denen wegzuschauen kaum möglich ist: Führen sie doch unmittelbar die Verwundbarkeit des wackligen, nur dem Anschein nach „sicheren“ Wohlstandsnests der führenden Industrienationen vor Augen. AfD, Pegida, Trump und Co – zuvorderst Ausdruck einer Misere, die sich seit Jahrzehnten anbahnt und zunehmend für Verunsicherung sorgt? Was treibt Anhänger*innen rechtspopulistischen Gedankenguts an?

Was hat das mit Umwelt- und Naturschutz zu tun? Viele rechtspopulistische Parteien wenden sich offen gegen Atom- und Kohleausstieg und leugnen den Klimawandel. Andere treiben das Gegenteil: Unter dem Motto „Naturschutz ist Heimatschutz“ vereinnahmen Rechtsextreme den Schutz unserer Lebensgrundlagen zur Bestärkung ihrer Ideologie. Beidem – Verleugnung wie Vereinnahmung – sollten wir als Umwelt- und Naturschützer*innen entgegentreten. Unserer Überzeugung nach lassen sich ökologische Probleme nur gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Problemen lösen. Das auf permanente Expansion angewiesene kapitalistische (Wirtschafts-)System beutet Menschen und Natur aus – und ist vielleicht eine  Ursache der unbestimmten Sorgen vieler Menschen?

Rechtspopulismus contra Vielfalt: Was bedeutet Diversität in Natur und Kultur? Kulturelle Vielfalt wird von Rechtspopulist*innen als gefährlich und bekämpfenswert dargestellt. Ihre Antworten: Abschottung und „Leitkultur“ statt Multikulturalismus. Woher stammt die Angst vor kultureller Diversität, die sich in diesen Forderungen artikuliert? Verdrängen „wir“ Probleme, die mit Vielfalt in Kultur einhergehen können? Wie kann solidarisches Zusammenleben in Vielfalt aussehen? Und ist das dynamische Gleichgewicht einer vielfältigen Natur ein Vorbild hierfür? Wie schützen wir Biodiversität? Welche Gefahren entstehen durch den Verlust von Arten?

Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Gemeinsam diskutieren wir, an die erste WuppiKon anknüpfend, über Visionen einer schöneren Welt, in der das gute Leben für alle möglich wird. Dazu thematisieren wir etwa Möglichkeiten der Konsensdemokratie im Umgang mit grundlegenden kulturellen und persönlichen Unterschieden und nicht zuletzt konkrete Wege, mit Rechtspopulist*innen umzugehen. Verurteilen wir sie oder nehmen wir ihre Sorgen ernst? Wo können wir ansetzen, um Probleme ganzheitlich und konstruktiv anzugehen?

Neben inhaltlichen und praktischen Workshops bietet die WuppiKon Raum zu vielfältigen Diskussionen, zum offenen Erfahrungsaustausch und zum Mitgestalten. In „Experimentierfeldern“ (Open Space, vegan-vegetarische Verpflegung, Schenk- und Teilbörse, Leseecke…) können im Rahmen der Konferenz Alternativen bereits im Hier und Jetzt gelebt werden.

Komm dazu und bereichere die Gruppe mit deinen Ideen, Talenten und deiner Neugierde.
Wir freuen uns auf ein buntes Wochenende mit vielen tollen Diskussionen und Aktionen!