Workshops 2017

Welchen Naturschutz wollen rechte Parteien? – mit Annika Lehnertz

Gemeinsam wollen wir der Frage auf den Grund gehen, welchen Naturschutz rechte Parteien anstreben. Egal ob es um Landwirtschaft, Energiepolitik oder Naturschutz im Allgemeinen geht, was sind die Ziele rechter Parteien? Welche Art von Natur- und Umweltschutz wollen sie? Hierfür sollten wir die Wahlprogramme rechter Parteien genauer unter die Lupe nehmen!

Diversität wahrnehmen ? und welche Farbe hat meine Brille? – mit Ghazal und Oliver

Ein nicht unerheblicher Teil der aktuellen Diskussionen, z.b. bezüglich der „Islamisierung des Abendlandes“, basiert unter anderem auf den Folgen eines Aufeinandertreffens von Menschen mit unterschiedlichen Wertesystemen. Dies birgt großes Potential für Missverständnisse und Fehlinterpretationen des Verhaltens der Anderen. Um diese Phänomene besser verstehen zu können, gibt es in vielen Bereichen der (Sozial-)Psychologie und Soziologie einige Modelle, die sich mit ebendiesen Herausforderungen auseinandersetzen.

Da eine umfassende Behandlung des Themas zu aufwändig wäre, beschränken wir uns in diesem Workshop auf die Bedeutung von Wahrnehmung als einen Teilaspekt der interkulturellen Kompetenz. Hierbei wollen wir zwei Modelle intensiv betrachten und gleichzeitig beleuchten wie wir diese nutzen können, um Friede und Dialog statt Streit und Ablehnung zu schaffen.

Konsensdemokratie mit Elena Tzara

Ein Unternehmen, dass keine Werbung macht, keine Gewinne erwirtschaften will und dabei mehreren 10.000 Endkunden und über 1.700 gewerblichen Partnern ein Mitspracherecht auf Augenhöhe anbietet? Das kann doch nicht funktionieren! Oder doch?
Ein wesentlicher Schlüssel zu unserer Arbeitsweise ist die sogenannte Konsensdemokratie, d.h. die bewusste nicht-hierarchische und gemeinsame Entscheidungsfindung mit allen direkt Betroffenen in einem Kollektiv. Hierzu werdet ihr in Gruppen vor ein paar handfeste Herausforderungen gestellt, um das Konsens-Verfahren zu üben.
Gleichzeitig erzähle ich was wir tun, warum, und was das ganze bringt – eine Einführung in das revolutionär utopistische Firmenkonzept von „Premium“ also!

Kein Fußbreit den rechten Gruppierungen beim Thema Ökologie
-mit Pia Schellhammer

Der Workshop setzt sich mit der Vereinnahmung ökologischer Themen durch rechte Gruppierungen auseinander. Die Argumentationsstrategien rechter Gruppieren beim Thema Ökologie und Naturschutz werden anfangs kurz vorgestellt. Anschließend lesen die Teilnehmer*innen in Gruppenarbeit inhaltliche Texte, die sich kritisch mit den Varianten dieser Sichtweise auseinander setzen und stellen sich anschließend die Thesen dieser Texte gegenseitig vor. In einem gemeinsamen Fazit werden die Gegenargumente zusammengefasst und anschließend mögliche Perspektiven diskutiert.

Rechtsradikale Parteien: Ein- oder ausladen?
-mit Nico Heinz-Fischer und Fabian Krause

Angesichts des potenziellen Einzugs der AfD in den nächsten Bundestag wollen wir gemeinsam über einen angemessenen Umgang von Jugendumweltverbänden mit rechtsradikalen Parteien diskutieren: Sollten wir sie – wie andere Parteien auch – zu Podiumsdiskussionen einladen und um Stellungnahmen zu „Wahlprüfsteinen“ bitten, um uns der inhaltlichen Auseinandersetzung zu stellen? Oder sollten wir darauf verzichten, um rechtsradikalem Gedankengut keine zusätzliche Bühne zu bieten.‘

Die tieferen Zusammenhänge zwischen rechter Politik und der Verleugnung der
Klimakatastrophe
-mit Josef Berghold
Hinter dem auch schon oberflächlich leicht erkennbaren Naheverhältnis zwischen dem
rechten Parteienspektrum und den gesellschaftlichen Haltungen und Strömungen, die die
globale Klimakatastrophe krampfhaft zu verleugnen versuchen, liegen sowohl psychologisch
als auch politisch weitaus tiefer wurzelnde Übereinstimmungen. Beide nähren sich aus
mächtigen Traditionen einer „marktkonformen“ Korruption des Denkens, die unsere
realitätsbezogene wie auch moralische Bodenhaftung gefährdet und in der verwahrlosenden
„neoliberalen“ Konjunktur unserer Zeit noch zusätzlichen Rückenwind erfährt. Das vom
britischen Psychoanalytiker John Steiner verwendete Bild eines „Zuhälters in unserem Kopf“,
der diese Konjunktur stark begünstigt, liefert einen interessanten Ausgangspunkt für eine
vielseitige Diskussion dieser Zusammenhänge.

Rassismuskritischer Stadtrundgang
– Bildungskollektiv Bleiberecht

Im Rahmen eines Stadtrundgangs durch die Frankfurter Innenstadt setzen wir uns mit dem Thema Flucht und Asyl auseinander. Auf einer kurzen Wegstrecke zwischen Hauptwache und dem ehemaligen Abschiebegefängnis Klapperfeld werden fünf symbolische Stationen erlaufen, die auf die menschenrechtlich bedenkliche Lage von geflüchteten Menschen aufmerksam machen sollen.

Geschichte Umwelt und Klimaschutz

Text folgt